Interessante Geologie

 

geologie dobratsch 0004 1 400Interessante Geologie

Auf der Rosstratte (Parkplatz 11 der Villacher Alpenstraße) am Fuße des Gipfelwanderwegs auf ca. 1732m Seehöhe wurde ein Geolehrpfad eingerichtet, bei dem Interessierte die verschiedensten Gesteinsarten, die im Naturpark Dobratsch vorkommen, fühlen und betrachten können.

In der Dobratsch Südwand wurden durch Bergstürze Gesteinsserien über Millionen Jahre freigelegt. Am Talboden findet man die tiefste Einheit, das Gailtalkristallin aus Phylliten. Es ist fast gänzlich durch Bergsturzmaterial und eiszeitliche Moränen bedeckt. Darüber findet man die Sandsteine der Grödener Schichten und die Buntsandsteine der Werfener Schichten bis zum Alpinen Muschelkalk. Immer wieder eingebettet darin kommen Vulkanithorizonte mit Tuffiten vor. Die mächtigste und oberste Schicht ist Wettersteindolomit und –kalk. Es haben sich hier kalkige Schalenreste mariner Lebewesen aus Perm und Trias abgelagert.

Einige Fossilien wie die Meeresturmschnecke sind im Kalk erhalten geblieben. Weitere Exponate des Geolehrpfades sind Gesteinstrümmer in flüssiger Lava, Tuff als Teil einer vulkanischen Bombe, das Karbon von Nötsch mit Einschlüssen fossiler Armfüßler sowie Calcite (auskristallisierter Kalk) und Tropfsteine.

 

 

 

 

Einzigartige Tiere

 

brombeerzipfel 280403 400Einzigartige Tiere

Im Naturpark Dobratsch brüten 125 Vogelarten. Zu den Besonderheiten im Bereich der Rosstratte zählt der gelbgefärbte Zitronenzeisig (Carduelis citrinella). Das Waldgrenzgebiet beheimatet Birkhuhn (Tetrao tetrix), Auerhuhn (Tetrao urogallus) und Steinhuhn (Alectoris graeca), auf der Alm leben die Alpen-Schneehühner (Lagopus mutus). Der Steinadler (Aquila chrysaetos) kann ebenso beobachtet werden wie der charakteristische Bergvogel Alpendohle (Pyrrhocorax graculus).

In der Schütt kommen der zu den Nachtschwalben gehörende Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) und der seltene Steinrötel (Monticola saxatilis) vor. Alle heimischen Spechtarten leben im Naturpark.

Wärme liebende Tierarten wie Smaragdeidechse (Lacerta viridis) und Sandviper (Vipera ammodytes) sind an den Südhängen und im Bergsturzgebiet ebenso anzutreffen wie der Bär (Ursus arctos). Bei den Spinnentieren seien der Deutsch Skorpion (Euscorpius germanus) und der Karpaten-Skorpion (Euscorpius carpathicus) sowie die farbenfrohe, in den Blockhalden der Schütt lebende Springspinne (Philaues chrysops) genannt.

Die zahlreichen Höhlen des Gebietes werden von Fledermäusen und auf Höhlen spezialisierten Tierarten besiedelt. Dazu zählt der Laufkäfer Laemostenus schreibersi mit seinen langen Antennen und Laufbeinen, die er als Tastorgane im lichtlosen Lebensraum nutzt.

Bereits über 1400 Schmetterlingsarten wurden im Gebiet nachgewiesen. Darunter auch der größte Schmetterling Österreichs, das große Nachtpfauenauge (Saturnia pyri). Es kann eine Spannweite von bis zu 18 cm erreichen. Manche Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der Segelfalter (Iphiclides podalirius) versammeln sich an warmen Hochsommertagen am Gipfel des Dobratsch. Dieses Phänomen nennt man „Gipfelstürmen" oder „hill-topping", da diese Arten eigentlich in tieferen Lagen beheimatet sind.

 


 

Die Tiere der Naturpark Dobratsch Wanderausstellung

 

LOGOLEISTE Villach Umland 1000

 

 

Alpenbockkäfer 6073 400 | AdobeStock_199176073Alpenbockkäfer

Die farbenprächtige Zeichnung macht dieses Insekt unverwechselbar. Der Körper ist grau bis hellblau gefärbt und weist ein charakteristisches schwarzes Muster auf den Flügeldecken auf. Ein weiteres Merkmal des Käfers sind die langen Fühler, die bei den männlichen Tieren die doppelte Größe des Körpers annehmen können. Der bevorzugte Lebensraum der Tiere sind lichte Buchenwälder. Auch die Larven entwickeln sich im Buchenholz. Dieser Vorgang dauert durchschnittlich 2 bis 5 Jahre. Erwachsene Tiere werden nur wenige Tage bzw. Wochen alt.

Alpenbockkäfer Lebensraum 400 | AdobeStock_172980034Stark gefaehrdet

 platzhalter 5


Alpendohle | shutterstock_699250738Alpendohle

Grundsätzlich ist die Alpendohle oberhalb der Waldgrenze anzutreffen. Sie ist daher häufiger Wegbegleiter von Alpinisten und Wanderern. Die Vögel gesellen sich gerne zu Menschen und sind alles andere als scheu. Sie werden bis zu 40 Zentimeter groß und sind durch ihren geradlinigen, gelben Schnabel gekennzeichnet. Alpendohlen leben hauptsächlich von Insekten wie Grillen, Käfern, Heuschrecken, Ameisen, Raupen, Spinnen, Schnecken, Regenwürmern und manchmal auch von kleinen Wirbeltieren. Häufig nutzen die Vögel die unterschiedlichen Strömungsverhältnisse an Hängen und Steilwänden für Gleit-, Segel- und Sturzflüge.

Alpendohle Lebensraum 1000  ungefaehrdet

 platzhalter 5


Alpenschneehuhn | AdobeStock_192132823Alpenschneehuhn

Schneehühner sind überwiegend in Lebensräumen oberhalb der Baumgrenze vorzufinden und können sich hervorragend an die Kälte anpassen. Sie bevorzugen Gebiete mit abwechslungsreichem Geländerelief. Felsen, Steine, Geröll und unterschiedliche Hangneigungen sind wichtige Elemente im Schneehuhnhabitat. Diese ermöglichen Deckung, speichern Wärme, spenden Schatten und schützen vor extremen Wettereinbrüchen. Ihre Nahrungsquellen sind Knospen, Blätter und Triebe von Zwergsträuchern, Sämereien, Beeren, Moose und Flechten. Ihr äußeres Erscheinungsbild ändert sich je nach Jahreszeit: In den warmen Jahreszeiten sind sie mit einem braunen Sommerkleid ausgestattet, ab September mit einem grauen Herbstkleid.
Im Winter sind die Tiere bis auf zwei schwarze Schwanzfedern rein weiß gefärbt.

Alpenschneehuhn Lebensraum | Fotocredit_Arthur Mrsel  Beinahe gefaehrdet

 

platzhalter 5


Buntspecht 1000Buntspecht

Der Buntspecht gilt als „Zimmermann des Waldes“. Mit seinem starken Schnabel und bemerkenswerter Wucht zerkleinert der Buntspecht im Handumdrehen morsches Holz und schafft sich so sein eigenes Heim. Er lebt in Bäumen und ernährt sich vorwiegend von holzfressenden Insekten und deren Larven, aber auch von Samen und Nüssen. Der Specht ist schwarzweiß gefärbt, nur am Steiß sind die Federn rot. Die Männchen haben einen roten Fleck am Hinterkopf, Jungvögel hingegen besitzen eine rote Kappe.

Buntspecht Lebensraum 1000  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Deutscher Skopion 1000Deutscher Skorpion

Skorpione gehören zu den Spinnentieren und besitzen acht Beine. Der Deutsche Skorpion ist auch unter dem Namen Alpenskorpion bekannt. Er gehört zur Familie der Euscorpiidae und erreicht eine Größe von bis zu 30 Millimetern. Seine Farbgebung variiert zwischen dunkelbraun und schwarz. Die Bauchseite, Beine und der Telson (so wird der letzte Köperabschnitt von Skorpionen genannt) sind jedoch deutlich heller gefärbt. Das Verbreitungsgebiet der Tiere beschränkt sich auf die östlichen Alpen. Skorpione ernähren sich hauptsächlich von Hundertfüßern, Spinnen und anderen Insekten. Ihre Beute sind alle Tiere, die sie mit ihren Scheren festhalten können, um dann mit ihrem Stachel das Gift einzuspritzen. Skorpione besitzen wie Spinnen einen Saugmagen und saugen die Beute aus.

Deutscher-Skopion_Lebensraum | Credit_©Herfried Marek  Stark gefaehrdet

platzhalter 5

 


Feldhase | shutterstock_465513776Feldhase

Markenzeichen des Feldhasen sind die auffallend langen Ohrmuscheln (Löffel), die gespaltene Oberlippe (Hasenscharte), die kräftigen Hinterbeine und ein kurzer, wolliger, auf der Unterseite weiß gefärbter Schwanz (Blume). Das Tier fühlt sich vor allem auf weiten, waldnahen Wiesen und Waldlichtungen, Äckern oder Feldern wohl. Der je nach Jahreszeit gelblich bis rötlichgrau gefärbte Hase ernährt sich im Sommer von saftigen Gräsern und Kräutern, im Winter von Rinden und Knospen. Der Hase hat wie jedes Tier natürliche Feinde – gilt es vor ihnen zu fliehen, springt das Tier hoch in die Luft und ergreift Haken schlagend die Flucht.

Feldhase Lebensraum | AdobeStock_209338200  Beinahe gefaehrdet

platzhalter 5

 


Feuersalamander AdobeStock 194101357Feuersalamander

Feuersalamander lieben feuchte, schattige Wälder. Der typische Lebensraum der Tiere sind Laubmischwälder (größtenteils Buchenwälder) mit kleineren Fließgewässern oder Gräben. Die in Österreich bereits gefährdete Amphibienart ist vor allem durch seine schwarz-gelbe Färbung bekannt. In seiner Haut befinden sich Giftdrüsen, die bei Gefahr das sogenannte Samandarin absondern. Dieses Gift soll das Tier vor seinen Feinden schützen. In freier Wildbahn können Feuersalamander ein Alter von 20-25 Jahren erreichen. Der Salamander ernährt sich vor allem von Schnecken, Würmern, Fliegenlarven und weiteren Insekten.

Feuersalamander-Lebensraum_AdobeStock_86649584.jpg  Beinahe gefaehrdet

platzhalter 5

 


Flussläufer | AdobeStock 107890547Flussuferläufer

In Österreich zählt der Flussuferläufer zu den gefährdeten Brutvögeln. Der Lebensraum der Flussuferläufer sind Flüsse, Bäche und Stillgewässer. Im Naturpark Dobratsch ist diese Vogelart besonders im Bereich der Schotterbank inmitten der Schütt vorzufinden. Hier findet er ideale Bereiche, an denen er ungestört leben und brüten kann. Der Flussuferläufer besitzt ein graubraunes Prachtkleid, welches durch eine dunkelbraune Musterung gekennzeichnet ist. Der Bauch des Vogels ist weiß, die relativ kurzen Beine sind blassgelb gefärbt. Der Flussuferläufer kann nicht nur fliegen, auch schwimmen und tauchen zählen zu seinen Fähigkeiten.

Flussläufer Lebensraum | AdobeStock 185109163  Stark gefaehrdet

platzhalter 5

 


Große Moosjungfer | shutterstock_433282201Große Moosjungfer

Die Große Moosjungfer zählt zu den seltensten Libellenarten Europas. Die Tiere erkennt man vor allem an ihren auffälligen gelben Flecken am Hinterleib, die bei älteren Männchen bis auf einen Fleck verblassen. Der Flügelansatz des hinteren Flügelpaares ist durch schwarze Flecken gekennzeichnet. Die Große Moosjungfer bevorzugt kleine, fischfreie, windgeschützte und teilweise besonnte Randgewässer von Mooren oder Kleinseen mit moorartiger Verlandungsvegetation. Diese moorigen Gewässer sind meist locker mit Tauchblattvegetation bewachsen oder Schwimmblattpflanzen durchsetzt. Besonders häufig sind die Libellen in den Monaten Mai bis Anfang Juli zu beobachten.

Große Moosjungfer Lebensraum | AdobeStock 222815943  Stark gefaehrdet

platzhalter 5

 


Hornviper AdobeStock 84381344Hornviper

Die Hornviper, auch europäische Hornotter genannt, wird bis zu 100 Zentimeter lang und ist die größte Giftschlange im europäischen Raum. Sie ist grau-braun gefärbt und ihr Rücken ist durch ein dunkles Zickzackband gekennzeichnet. Der Kopf der Schlange besitzt eine markante Dreiecksform. Ihr Markenzeichen ist das Horn auf der Nasenspitze. Das Tier ernährt sich vorrangig von kleinen Nagetieren, Echsen und Vögeln. Eine Besonderheit der Hornviper ist, dass sie keine Eier legt. Sie bringt ihren Nachwuchs, im Gegensatz zu vielen anderen Schlangenarten, lebend zur Welt. Der Lebensraum des Reptils erstreckt sich von Waldrändern über Geröllhalden bis hin zu trockenen Felshängen und Steinmauern.

Hornviper Lebensraum | Credit_©Herfried Marek  Vom Aussterben bedroht

platzhalter 5

 


Smaragdeidechse Weibchen 1000Smaragdeidechse

Diese Eidechse wird bis zu 40 Zentimeter groß und besitzt einen leuchtend blauen Kopf (beim Männchen intensiver als beim Weibchen). Die Tiere verfügen über einen sehr langen Schwanz, der mehr als die Hälfte ihrer Gesamtlänge ausmacht. Eine Besonderheit ist, dass die Eidechse im Falle eines Angriffes ihren Schwanz abwerfen kann. So ist sie im Stande ihre Angreifer zu verwirren und kann sich in Gefahrensituationen mitunter verstecken. Der Schwanz wächst dann zwar wieder nach, wird allerdings nicht mehr so lang. Smaragdeidechsen fressen größere Beutetiere wie beispielsweise Spinnen, Insekten oder kleinere Wirbeltiere.

Smaragdeidechse Lebensraum | Credit_©Herfried Marek  Stark gefaehrdet

platzhalter 5

 


Steinmarder | shutterstock 770412622Steinmarder

Der Steinmarder bevorzugt buschiges, steiniges Gelände und ernährt sich überwiegend von kleinen Nagern, Vögeln, Eiern, Früchten oder Nahrungsabfällen. Der Marder hat ein graubraunes Fell und einen auffallenden, gegabelten, weißen Kehlfleck, wodurch er sich von seinem Artgenossen, dem Baummarder, unterscheidet. Sein buschiger Schwanz, auch Rute genannt, dient ihm als Gleichgewichtsorgan beim Klettern und Springen. Besonders häufig werden die Tiere in der Dämmerung gesichtet. Zu dieser Zeit begeben sie sich nämlich auf Nahrungssuche.

Steinmarder Lebensraum  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Wiener Nachtpfauenauge | Credit_Verein Naturpark DobratschWiener Nachtpfauenauge

Beim Wiener Nachtpfauenauge handelt es sich um eine besondere Schmetterlingsart. Die Schmetterlinge erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 14 Zentimetern und sind damit die größten mitteleuropäischen Falter. Auf jedem ihrer Flügel haben sie einen auffallenden dunklen Augenfleck. Sie leben in warmen Gegenden und bevorzugen offenes, locker verbuschtes Gelände, Obstgärten, Parks und Alleen. Die Flügelfärbung verläuft von dunkelbraun am Flügelaußenrand zu weißgrau am Flügelvorderrand. Die erwachsenen Tiere leben meist nur wenige Tage, denn sie können überhaupt keine Nahrung zu sich nehmen. Der einzige Inhalt ihres Lebens ist die Fortpflanzung.

Wiener Nachtpfauenauge Lebensraum Credit Verein Naturpark Dobratsch  gefaehrdet

platzhalter 5

 


Zitronenzeisig | shutterstock 169641032Zitronenzeisig

Der Zitronenzeisig, eine in Europa vorkommende Vogelart, ist in Kärnten als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. In unserer Heimat gibt es nur im Naturpark Dobratsch ungefähr zehn Brutpaare dieses äußerst  besonderen Lebewesens. Die bei uns in den Alpen brütenden Zitronenzeisige, welche übrigens zur Familie der Finken gehören, kommen Anfang April aus ihren Überwinterungsgebieten aus dem südlichen Europa zurück und bleiben bis Ende Oktober, Anfang November bei uns. Im Naturpark gibt es eine Fülle an unterschiedlichen Nahrungsquellen: Samen von Nadelgehölzen und Wiesenlöwenzahn im Frühling sowie eine artenreiche Alpinflora im Sommer und im Herbst. Des Weiteren bieten die Natura2000 Schutzgebiete in der Schütt, im Süden des Dobratschs, ein nahegelegenes Rückzugsgebiet bei Früh- oder Spätwintereinbrüchen.

Zitronenzeisig Lebensraum | Credit_©Herfried Marek  Vom Aussterben bedroht

platzhalter 5

 


Zwergfledermaus shutterstock 1278428413Zwergfledermaus

Wie der Name schon verrät, handelt es sich bei den Zwergfledermäusen um eine der kleinsten heimischen Fledermausarten. Die Körperlänge beträgt zwischen 3,6 – 5,1 Zentimeter. Ihr Fell am Rücken ist braun gefärbt, wohingegen ihre Körperunterseite durch gelbbraune bis graubraune Farbakzente gekennzeichnet ist. Auf ihrer Speisekarte stehen Mücken, kleine Käfer, Köcherfliegen, Schmetterlinge oder andere Fluginsekten. In schnellen Zickzackflügen verfolgen sie ihre Beute und nutzen dabei kleinste Flugräume unter Brücken oder zwischen den Bäumen.

Zwergfledermaus Lebensraum AdobeStock 119061668  Beinahe gefaehrdet

platzhalter 5

 


 

Einzigartige Pflanzen und vielfältige Lebensräume

 

gladiole schuett 1 400Einzigartige Pflanzen und vielfältige Lebensräume

Die Vielfalt der vorkommenden Pflanzenarten im Naturpark Dobratsch ist sehr hoch. Dies ist die Folge unterschiedlicher Klimazonen, Höhenstufen, Standortbedingungen und den daraus resultierenden vielfältigen Lebensräumen.

Die Nordseite des Dobratsch wird von ausgedehnten Wäldern bestockt, in denen die gefährdete Tanne (Abies alba) und die geschützte Eibe (Taxus baccata) vorkommen.

Über der Waldgrenze dehnen sich die Almen aus, die aufgrund des kalkigen Untergrundes sehr artenreich sind. Almrausch und Enziane sind die optischen Höhepunkte. Als Überbleibsel der letzten Eiszeit findet man auf den Hochflächen des Dobratsch das Gelbe Mänderle (Paederota lutea), das Dolomiten Fingerkraut (Potentilla nitida) und den Krusten Steinbrech (Saxifraga crustata).

Die Schütt, das Bergsturzgebiet an der Südseite des Dobratsch, mutet mediterran an. Unter den Baumarten findet man die Schwarzkiefer (Pinus nigra), die Blumenesche (Fraxinus ornus) und die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia), die sogar mit dem sich nach unten bewegenden Schotter „mitwandern" kann. Im Unterwuchs gedeihen Karst-Schneckenklee (Medicago carstiensis), Grasschwertlilie (Iris graminea) und Kleinblütiges Seifenkraut (Saponaria ocymoides).

Zu den österreichweit einzigartigen Pflanzenarten, die im Naturpark Dobratsch vorkommen, zählt die Illyrische Gladiole (Gladiolus illyricus), die auf der „Gladiolenwiese" in Oberschütt wächst. In den Feuchtlebensräumen kommen Quellengreiskraut (Senecio fontanicola), Traunstein Knabenkraut (Dactylorhiza traunsteineri) und Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) vor.

Die Trockenrasen der Weinitzen beheimaten eine Fülle an Orchideen, darunter das Dreizahn-Knabenkraut (Orchis tridentata) und das Kleine Knabenkraut(Orchis morio).

 


 

Die Pflanzen der Naturpark Wanderausstellung

 

LOGOLEISTE Villach Umland 1000

 

 

Alpenveilchen AdobeStock 223498570Alpenveilchen

Das Alpenveilchen gedeiht am besten auf kalkhaltigen Böden an schattigen Standorten und in Mischwäldern von der Tallage bis in Höhenlagen von 2000 Metern. Bei dieser Pflanzenart handelt es sich um eine ausdauernde, immergrüne, krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von etwa 5 bis 15 cm. Die Knollen dieser Pflanze sind stark giftig. Für den Menschen können schon 0,3 g der Knolle toxisch sein, höhere Dosen (8 Gramm) können sogar zum Tod durch Atemlähmung führen. Je nach Art blühen Alpenveilchen im Zeitraum zwischen Juli und April.

Alpenveilchen Lebensraum | Credit Verein Naturpark Dobratschungefaehrdet

 platzhalter 5


Aurikel | AdobeStock_202917921Aurikel

Die Aurikel ist eine Licht- und Halbschattenpflanze, liebt kalkhaltigen, humusarmen Steinboden und sonnige Kalk-Felsspalten. Sie kann extreme Standorte besiedeln und sich flexibel an vorherrschende Gegebenheiten anpassen. In Kärnten zählt sie laut Pflanzenschutzverordnung zu den vollkommen geschützten, heimischen Arten. In unserem Naturpark kommt diese Pflanzenart relativ häufig vor. Charakteristisch für die Aurikel sind ihre realtiv großen, fleischigen Blätter. Diese sind mit einer Wachsschicht überzogen, um einerseits der Verdunstung entgegenzuwirken und andererseits vor UV-Strahlung zu schützen. Ihre Blüte zeigt ein intensives hellgelb bis hin zu dunkelgelb. Die prächtigen Farben sind vor allem von April bis Juni zu beobachten.

Aurikel Lebensraum©Arthur Mrsel  Regional gefaehrdet

 platzhalter 5


Blumenesche | AdobeStock 220257312Blumenesche

Bei der Blumenesche handelt es sich um einen wärmeliebenden und genügsamen kleinen Baum. Er ist überwiegend in Südeuropa beheimatet und erreicht im Naturpark Dobrasch die nördliche Verbreitungsgrenze. Die Blumenesche wird oft als Zierbaum angepflanzt und verfügt über wunderbar aussehende weiße Blüten. Nicht nur, dass diese Blüten toll aussehen, sie duften zusätzlich auch herrlich süß. Die Blumenesche ist nicht nur ein Blickfang für uns Menschen, sondern ist auch für Insekten sehr interessant. Der süße Pollen findet vor allem bei Bienen, Schmetterlingen, Hummeln und anderen bestäubenden Insekten hohen Anklang.

Blumenesche Lebensraum AdobeStock 209434533  Regional gefaehrdet

 

platzhalter 5


Brennnessel AdobeStock 205184279Brennnessel

Die Brennnessel – sie entgiftet, stärkt und liefert Vitamine. Zu Unrecht wird sie von vielen als Unkraut am Wegesrand angesehen. Die Pflanze liefert von der Wurzel, über die Blätter bis hin zu den Nüsschen wertvolle Zutaten für die Küche und unsere Natur-Apotheke. Zusätzlich dient sie als unentbehrlicher Lebensraum für einige Schmetterlingsarten. Brennnesseln sind überall dort vorzufinden, wo nährstoffreiche bzw. stickstoffreiche Böden mit ausreichender Feuchtigkeit vorhanden sind. Sie erreichen je nach Art, Standort und Nährstoffsituation Wuchshöhen von 10 bis 300 Zentimetern. Die grünen Pflanzenteile sind mit Brenn- und Borstenhaaren besetzt, die bei Berührung teilweise schmerzhafte Schwellungen verursachen können.

Brennnessel Lebensraum | Credit Verein Naturpark Dobratsch  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Eibe | AdobeStock 178993422Eibe

Die Eibe ist ein langsam wachsender, kleiner bis mittelgroßer Baum mit eiförmigem bis kugeligem Wuchs. Im Gegensatz zu allen anderen Nadelgehölzen zeichnet sich die Eibe vor allem durch das Fehlen von Harzkanälen aus. In der Vergangenheit wurde ihr Holz für den Bau von Bögen und Armbrüsten verwendet, wodurch sie stellenweise sogar ausgerottet wurde. Heute ist diese Baumart geschützt. Fast alle Bestandteile der Eibe sind giftig, nur der rote Samenmantel ist frei von Giftstoffen. Dieser sorgt für die Anlockung der Vögel, die den Samen weiterverbreiten.

Eibe Lebensraum | Credit Verein Naturpark Dobratsch  Regional gefaehrdet

platzhalter 5

 


Faulbaum | AdobeStock 45136017Faulbaum

Den Namen verdankt diese Baumart dem leichten Fäulnisgeruch seiner Rinde. Der Faulbaum ist in fast ganz Europa verbreitet und kann sich an das gegebene Klima sehr gut anpassen. Er ist durch eiförmige Blätter und Beeren gekennzeichnet, die während ihrer Reifezeit die unterschiedlichsten Farben annehmen. Ein weiteres markantes Merkmal sind die flammenartig geformten Endknospen. Zusätzlich ist der Faulbaum aufgrund seiner langen Blütezeit eine geeignete Nahrungsquelle für verschiedene Insekten, besonders aber für den Zitronenfalter.

Faulbaum Lebensraum | shutterstock 706966945  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Felsenbirne | AdobeStock 142841847Felsenbirne

Die Felsenbirne gehört zu den Rosengewächsen und besitzt im Gegensatz zu den meisten Verwandten (Kirschen, Birnen, etc.) längliche und schmale Blütenblätter. Die reinweißen Blüten der Felsenbirne blühen gleich zweimal im Jahr – im Frühling und im Herbst – und erinnern ein wenig an das allseits bekannte Edelweiß. Das große Wiener Nachtpfauenauge freut sich ganz besonders über die wilden Felsenbirnen, da die Raupe diese Pflanze als Nahrungsquelle nutzt. Wie der Name schon verrät, bevorzugt diese Pflanzenart felsigen und warmen Untergrund.

Felsenbirne Lebensraum | Credit_©Herfried Marek  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Hopfenbuche | AdobeStock 201594635Hopfenbuche

Die Hopfenbuche zählt zu den wärmeliebenden Baumarten. Sie ist vor allem in Süd- und Südosteuropa beheimatet. Im Naturpark Dobratsch ist sie vor allem an den Felswänden oberhalb des Eggerlochs verbreitet. Der sommergrüne Laubbaum hat auffällige hopfenähnliche Fruchtstände und wird bis zu 20 Meter hoch. Von August bis Oktober bildet die Hopfenbuche ihre Früchte, die zunächst wie Hopfen aussehen, sich später aber in hellbraune Zapfen verwandeln. In der Vergangenheit wurde das sehr harte Holz des Baumes zur Herstellung von Handhobeln verwendet.

Hopfenbuche Lebensraum | Credit Verein Naturpark Dobratsch  Beinahe gefaehrdet

platzhalter 5

 


Illyrische Gladiole | AdobeStock 136021707Illyrische Gladiole

Die Illyrische Gladiole ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die 25 – 50 Zentimeter hoch wird. Sie gehört zu den Schwertliliengewächsen und besitzt somit schwertförmige Laubblätter und dunkel rosa bis violett gefärbte Blüten. Die Blütezeit ist von Ende Mai bis Mitte Juni. Die Illyrische Gladiole ist strengstens geschützt und kommt in Österreich nur in Südkärnten vor, überwiegend auf Feuchtwiesen. Im Naturpark Dobratsch ist die Pflanze vor allem auf der Gladiolenwiese in der Oberschütt vorzufinden.

Illyrische Gladiole Lebensraum | AdobeStock_209338200  Stark gefaehrdet

platzhalter 5

 


Krusten-Steinbrech | AdobeStock 182963423Krusten-Steinbrech

Der Krusten-Steinbrech ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 30 Zentimetern erreicht. Die Rosettenblätter sind 10 bis 60 Millimeter lang, 2 bis 3 Millimeter breit und verschmälern sich zum Grund hin. Sie sind langhaarig bewimpert, graugrün und häufig von einer weißen Kalkkruste bedeckt. Diese Kruste ist für das silbrige Erscheinungsbild der Pflanze verantwortlich. An der Spitze sind die Blätter bogig nach außen gekrümmt. Von Juni bis August öffnen sich zahlreiche Blüten an den meist verzweigten Stängeln.

Krusten-Steinbrech Lebensraum | AdobeStock 76447560  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Schwarzkiefer | AdobeStock 222460533Schwarzkiefer

Die Schwarzkiefer gehört zu den Nadelbäumen und wird bis zu 50 Meter hoch. Sie wächst sehr langsam und kann ein Alter von bis zu 800 Jahren erreichen. Besonders auffällig ist die Wuchsform des Baumes. Eine lichte, schirmförmige Krone erinnert nämlich an die Form eines Bonsais. Die Schwarzkiefer reagiert auf Konkurrenz durch andere Bäume sehr sensibel - zumindest bei guten Wuchsbedingungen. Mit steileren Bereichen und eher schwierigen Wuchsbedingungen, wie beispielsweise mit steinigen, trockenen Böden, kommt sie hingegen sehr gut zurecht und kann sich so gegenüber der Konkurrenz durchsetzen.

Schwarzkiefer Lebensraum Credit Verein Naturpark Dobratsch  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Sibirische Schwertlilie | AdobeStock 64709588Sibirische Schwertlilie

Die Grasschwertlilie ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schwertlilien. Hierbei handelt es sich um eine ausdauernde, krautähnliche Pflanze. Die Grasschwertlilie ist mit kleinen, geaderten Blüten ausgestattet. Sie riechen nach Pflaumen und werden daher auch häufig Pflaumeniris genannt. Diese weiß-violett gefärbten Blüten sind meist im grasartigen Laub versteckt. Die Pflanzen wachsen überwiegend an sonnigen bis halbschattigen Standorten in lockeremhumusartigem Boden. Besonders schön anzusehen ist die Grasschwertlilie im späten Frühjahr.

Sibirische Schwertlilie Lebensraum  gefaehrdet

platzhalter 5

 


Stieleiche | AdobeStock 223665228Stieleiche

Die Stieleiche gilt als eine äußerst anspruchsvolle Baumart. Sie stellt große Ansprüche an den Boden und wächst hauptsächlich in warmen und hellen Gebieten. Dennoch ist die Baumart weit verbreitet. Von der Ebene bis ins Mittelgebirge – die Steileiche kann in allen Höhenlagen vorkommen. Das Holz der Steileiche gilt als sehr wertvoll und wird häufig zur Herstellung von Möbeln, Fußböden, Fässern oder Furnieren herangezogen. Die Rinde, Blätter und Früchte werden als Naturheilmittel eingesetzt. Die Eichelmast in Samenjahren ist eine zusätzliche Nahrungsquelle
für Wildtiere.

Stieleiche Lebensraum | AdobeStock 164592303  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Wacholder | AdobeStock 214613387Wacholder

Der Gemeine Wacholder mitsamt seinen Unterarten und Varietäten ist der am weitesten verbreitete Nadelbaum der Welt. Aufgrund seiner Kältetoleranz von bis zu minus 40 Grad kommt er beinahe überall vor. Ausreichend Licht ist für die Entwicklung der Pflanze besonders wichtig. Erkennen kann man den Wacholder an seiner Wuchsform, den sparrig abstehenden, stechenden Nadeln mit weißen Wachsstreifen auf der Oberseite und den kugeligen Wacholderbeeren. Die Beeren reifen rund drei Jahre und nehmen dabei die unterschiedlichsten Farben an – von hellgrün bis schwarz. Die Wacholderbeeren stehen auf der Speisekarte verschiedener Vögel aber auch auf jener von uns Menschen. Vorsicht: Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Sadebaum.

Wacholder Lebensraum | Credit Verein Naturpark Dobratsch  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


Wohlriechender Haendelwurz | shutterstock 553565836Wohlriechender Händelwurz

Die Händelwurz zeichnet sich durch einen schmalen Blütenstand aus. Die Pflanze gehört zur Familie der Orchideengewächse und weist eine weiße bis purpurne Färbung auf. Zudem ist diese Pflanzenart ein überaus wohlriechendes Gewächs, denn die Blüten der Wohlriechenden Händelwurz verströmen einen intensiven vanilleartigen Duft. Die stets über Kalk wachsende Pflanzenart bevorzugt Magerrasen, Föhrenwälder, Feucht- und Nasswiesen, Flach- und Quellmoore und blüht in der Zeit von Juni bis August.

Wohlriechender Händelwurz Lebensraum | shutterstock 513921745  ungefaehrdet

platzhalter 5

 


 

 

Forschungsergebnisse

 

Auerhahn und hennen 400

Forschungsarbeiten im Naturpark Dobratsch sichern den Erhalt des Naturraums sowie die durch Jahrhunderte geprägte Kulturlandschaft.

Jede Forschungsarbeit beinhaltet auch die Vermittlung der Forschung an die Bevölkerung und eine Schulung der Naturpark Ranger zum Forschungsthema. Für nähere Informationen zu den Forschungsergebnissen oder den Naturpark Plan 2020 stehen wir gerne zur Verfügung.

■ Bauanleitung und Wissenswertes über Fledermausersatzquartiere [ pdf ]

■ NP Dobratsch Bericht Evaluierung 2020 [ pdf ]

■ Erhaltungsmaßnahmen eines Standortes der Kiefernsaateule (Agrotis vestigialis)
   in Villach (2019) [ pdf ]

■ Raufußhühner und Steinhuhn am Dobratsch:
   Lebensraum contra Erholungsraum? (1.2013) [ pdf ]

■ Liste Parameter, Aufnahmen (1.2013) [ pdf ]

■ 2012 Naturzonen [ pdf ]

■ 2012 DI Monika Pfeifer Schneehuhn und Co [ pdf ]

■ Wissenschaftlicher Bericht Gipfelsanierung [ pdf ]

■ Kriterien Naturparkschule Dobratsch [ pdf ]

■ Kriterien Naturpark Dobratsch Partnerbetrieb [ pdf ]

■ Besucherlenkung [ pdf ]

■ Ornitologische Erhebungen [ pdf ]

■ Neophyten Merkblatt [ pdf ]

■ Zusammenfassung Naturpark Plan 2020 [ pdf ]